Making of

Die Grobstruktur erarbeiten

Am Anfang jedes Romans steht die simple Frage: Was will ich erzählen? Es ist eine gute Übung, die Geschichte möglichst früh auf zwei oder drei Sätze zu reduzieren. Im Fall dieses Romans sah der Start etwa so aus:

Stephan lernt auf dem Weg nach Paris eine Frau kennen und verliebt sich. Als er erfährt, dass sie vor ein paar Jahren vergewaltigt wurde, beschließt er, den Täter zur Rede zu stellen. Doch die Begegnung verläuft vollkommen anders als erwartet, denn der Vergewaltiger entspricht so gar nicht den hergebrachten Klischees. Nur mühsam gelingt es Stephan, hinter die Kulissen zu schauen.

Die nächste Frage war die nach dem Aufbau des Romans.

Mir ging es erst einmal noch nicht um eine Feinstruktur, sondern um das grobe Raster, innerhalb dessen sich die Geschichte entwickelt. Deswegen galt es, die vier Eckpfeiler der Story zu definieren. Ganz wichtig dabei: Ich fange mit dem Ende an. Nur wenn ich weiß, worauf ich mit meinem Roman hinaus will, kann ich sorgfältig planen und strukturieren. Nur dann kann ich Überraschungen und Plot Points so setzen, sodass sie innerhalb der Geschichte Neues bieten, ohne vom Ziel weg zu führen.

Schluß: Stephan begreift, dass es nicht Bertrand ist, der diese Welt unliebsam macht. Das Zerstörerische, das Bertrand für ihn verkörpert, ist genauso in ihm selbst. Auf der Fähre nach Italien hat er die Vision von den Sternschützen.

Anfang: Auf der Fahrt nach Paris lernt Stephan Suzanne kennen. Ohne es zunächst zu wollen, verliebt er sich in sie.

Erster Plotpoint: Stephan erfährt von den Vorfällen auf Korfu.

Zweiter Plotpoint: Bertrands „Geständnis“ eröffnet Stephan eine neue Sicht der Ereignisse damals. Er nähert sich nach und nach B. an

Sobald dies klar waren, stand das Grobschema des Romans fest:

Das Paradigma:

Erster Akt:

Stephan will S’s Geheimnis ergründen

Zweiter Akt:

S. kann mit seinem Wissen nicht umgehen. Plant Mord

Dritter Akt:

Annäherung der beiden Charaktere, Erkennen der Ähnlichkeiten.

Setup:

P.P.: Suzannes Erzählung

Konfrontation:

P.P.: Bertrands „Geständnis“

Auflösung:

Soll an dieser Stelle nicht verraten werden 😉

Das Vier-Seiten-Treatment

Nachdem diese Vorüberlegungen zu ihrem Ziel gekommen waren, wurde es Zeit, die Geschichte ein wenig mit Fleisch zu füllen. Was folgte, war ein etwa vier Seiten langes Treatment, gehalten wie ein Film. Den Vorgang, der zu diesem Treatment führt, bezeichne ich als „inneren Film“. Ich sehe die Handlung vor mir und beschreibe sie, wie ich einen Film beschreiben würde:


Vier-Seiten-Treatment


Erste Szene: Später Nachmittag. Herbst. Stefan sitzt an einem Wohnzimmertisch, vor sich ausgebreitet eine Reihe von losen Photos und mehreren Alben. Man sieht, wie er nachdenklich verschiedene Bilder in die Hand nimmt und betrachtet. Die Kamara fährt über die einzelnen Bilder, auf allen dieselbe Person: Suzanne, Bilder aus sehr verschiedenen Jahren: Suzanne vor einem Regal, Suzanne am Schreibtisch, eingekeilt in Bücher, Suzanne am Strand.

Schon aus den Bildern muss deutlich werden, dass es irgendwann einen Bruch in ihrem Leben gegeben hat. Während sie auf den frühen Bildern mit der Kamera kokettiert, zeigt sie sich später kaum noch lachend, sondern ernst, verschlossen und langweilig.

Stefan grübelt über diesen Bildern. Man sieht, dass ihm irgendetwas nicht gefällt. Er hält zwei Bilder, ein frühes und ein spätes nebeneinander.

Am Ufer der Seine: Stefan denkt zurück daran, wie er Suzanne kennen gelernt hat. Er denkt an die Fahrt nach Paris, auf der er sie als Anhalterin mitgenommen hat. Obwohl die Fahrt eher eintönig war, reizte ihn eine kleine Geste von ihr im Auto so sehr, dass er „ihr Geheimnis“ ergründen will. Er findet sie zufällig am Ufer der Seine wieder, wo sie bei einem Bouquinisten nach Lesestoff stöbert. Er lädt sie auf einen Kaffee ein und sie setzen sich an die Seine. Ohne dass sie über Oberflächlichkeiten hinauskämen, beschließen sie sich wiederzusehen.

Sie setzen ihre Treffen auch in Hamburg wieder fort, ohne das Stephan zunächst mehr von Suzanne kennt als ihr Telefonnummer. Meist treffen sie sich in der Stadt, gelegentlich auch tagsüber bei ihm, aber erst nach geraumer Zeit kommt es zum ersten Abend bei ihm, der mit einer gemeinsamen Nacht endet.

Doch die Nacht verläuft für Stephan anders als erwartet. Suzanne, die ihm am Abend eine Aufnahme von Juliette Grecos „Dans ton lit“ geschenkt hatte, will nur nicht allein sein, und versteht es, sich Stephan vom Leib zu halten. Stephan ist verärgert und verzieht sich grollend in die Küche. Als Suzanne dazu stößt, kommt es zu einem ersten Krach. Er hält ihr ihr unverständliches Verhalten vor. Suzanne fühlt sich analysiert und verschwindet.

Am Abend, nachdem er einen ausgiebigen Spaziergang gemacht hat, um Klarheit über sich und seine Beziehung zu ihr zu bekommen, ruft er sie an, um sich zu entschuldigen. Sie verabredet sich für das nächste Wochenende mit ihm, zum ersten Mal bei ihr zuhause.

Erster Plot Point: Suzanne wohnt in einer Mansarde in Harburg, mit Blick über die Dächer der Stadt. Ihre Wohnung ist spartanisch-funktional eingerichtet. Im einen Zimmer dominiert ein Schreibtisch, daneben ein Regal mit Fachliteratur, Lexika und ein paar Klassiker, sowie ihr Bett. Das zweite Zimmer ist eine recht gemütliche Wohnküche mit großem Holztisch. An der (schrägen) Wand hängt das Filmposter „Out of Africa“. Auf dem Tisch eine Kerze in einer alten Chianti-Flasche… Ebenfalls im Schlafzimmer ihr Plattenspieler. (Nur Top-Ten-Scheiben des Jahrgangs).

Stephan kommt abends. Suzanne hat ein Abendessen fertiggemacht, und nachdem Stephan kurz die Wohnung besichtigt hat, sitzen beide in der Küche und schaufeln das Essen in sich rein, jeder mit seinen Gedanken beschäftigt. Eine gewisse Spannung liegt in der Luft, die von beiden als unangenehm empfunden wird.

Um irgendetwas zu sagen, bringt Stephan das Gespräch auf irgendein am Rand religiös besetztes Thema (Film: Jesus von Montreal, Bergman-Retrospektive im Metropolis o.ä.). Suzanne erzählt, dass sie nicht mehr an Gott glaubt, erzählt von ihrer religiösen Sozialisation. An diesem Punkt bricht sie aus und erzählt von Korfu, von ihrer Vergewaltigung und ihre Verzweifelung über einen Gott, der solches zulässt.

Der zweite Akt erzählt die Geschichte von Stephans Veränderung. Hier wird klar, dass Stephan an die Möglichkeiten einer heilen Welt glaubt, die nur durch ein paar böse Einzelgänger gestört wird. Er manifestiert das Böse an Bertrand Larbaud, den Vergewaltiger Suzannes und beschließt ihn umzubringen, um so das Unrecht zu sühnen. Aus dem weltflüchtigen Kinofreund wird durch das an der „schutzlosen Freundin“ begangene Unrecht ein kalkulierender Mörder, der auf die Suche nach dem Täter geht.

In seiner ersten Wut ob des Gehörten tigert er durch die Straßen Altonas und beginnt, den Autos die Scheiben einzuschlagen, die einen Playboy-Aufkleber, – für ihn Symbol der frauenverachtenden Welt -, an ihrer Heckscheibe kleben haben. Ein Autobesitzer verfolgt ihn und nur mittels eines jungen Türken, Kader (türk.: Schicksal), gelingt ihm die Flucht über die Dächer des Werkhofs ins Osterkirchenviertel. Kader erzählt er seine Sorgen. Der ist es, der ihm Mut macht, nicht gegen eine autonome Masse anzukämpfen und die Welt verändern zu wollen, sondern die direkte Konfrontation mit dem damaligen Täter zu suchen.

Sein erstes Problem ist es, genug Informationen über Bertrand aus Suzanne herauszubekommen, um ihn auf Korfu finden zu können. Da sie selbst sich wieder verschließt, fragt er ihre Freunde aus und durchsucht schließlich ihre Wohnung, auf der Suche nach Photos oder ähnlichem Material, das ihm helfen könnte. Schließlich findet er ihr Tagebuch mit Aufzeichnungen aus Korfu.

Er fährt nach Korfu und findet recht schnell das gesuchte Dorf und Bertrand, der eine allseits bekannte Persönlichkeit dort ist. Unter dem Vorwand, einen Reiseführer zu suchen, nimmt er Kontakt mit ihm auf. Sein Ziel ist es, Bertrands Vertrauen zu gewinnen, um so leichter einen Plan ausarbeiten zu können. Das Projekt gestaltet sich schwieriger als erwartet. Da Bertrand die Touristen nicht mag, die seine Insel überschwemmen, sondern sie nur verächtlich an der Nase herumführt, entfremdet sich ihm Stephan eher, als dass er ihn für sich gewinnt. Nur langsam kann er Bertrand für sich einnehmen.

Als nächstes gilt es einen fähigen Mordplan auszuhecken. Er versucht eine Waffe aufzutreiben, merkt aber bald, dass er als fremder Freund Larbauds schon zu bekannt ist, um ihn direkt umbringen und dann verschwinden zu können. Darum beschließt er endlich, einen Autounfall vorzutäuschen und den Toyota Bertrands zu manipulieren. In der Stadtbibliothek von Kerkyra besorgt er sich das Material über die Reparaturen von Autos, um herauszufinden, was er am geschicktesten tun kann.

Zweiter Plot Point: Bertrand und der schon gar nicht mehr so sichere Stephan fahren gemeinsam auf den Pantokrator. Dort will Stephan das Bremsseil lockern und Bertrand allein den Berg hinunterfahren lassen, unter dem Vorwand, ein wenig Zeit zum Nachdenken zu brauchen.

Stephan kommt auf Suzanne zu sprechen, sicher, dass Bertrand darauf mit Bestürzung reagieren würde. Doch Bertrand erinnert sich an Suzanne fast wehmütig und vor allem ohne Reue. Indem er seine Sicht der damaligen Ereignisse schildert, verunsichert er Stephan völlig und lässt ihn seinen Plan erst einmal verschieben. Bertrand ist sich völlig bewusst, dass seine eigene Reaktion damals „unglücklich“ war, doch sieht er in sich keinen Vergewaltiger und in der Situation auch keine Vergewaltigung.

In der Unterhaltung merkt Stephan, dass er fast dieselbe Situation, die zur Vergewaltigung geführt hat, damals in jener ersten gemeinsamen Nacht auch erlebt hat. Für ihn kann Bertrand nicht länger der Feind sein, da er mit ihm auch sich töten müsste.

Der dritte Akt: Auch dieser dritte Akt ist natürlich vorstrukturiert worden. Doch um den zukünftigen Lesern nicht endgültig die Spannung zu nehmen, verzichte ich hier auf die Beschreibung.

Thema und Charakter: Narzissmus

In „Das Ende der Leichtigkeit“ verknüpfe ich zwei Themen miteinander, zum einen das Thema der – hier erstrangig sexuellen – Gewalt, zum anderen das der Realitätsflucht durch narzisstische Objektverschiebung.

Die vier Hauptakteure stehen für die verschiedenen Ausprägungen dieser Verschiebung. Das klingt komplizierter, als es ist. Jeder Roman lebt von der Spannung zwischen seinen Charakteren. Als Autor gilt es also, die Hauptfiguren so zu konzipieren, dass sie möglichst unterschiedlich in Bezug auf das Thema des Romans sind. Von daher war die folgende Aufteilung nahezu zwangsläufig:

Stephan, dessen Selbstwertgefühl in der Kindheit durch omnipotent erscheinende Eltern stark gestört wurde, zieht sich in die Traumwelt des Films zurück, um möglichst wenig mit der Realität konfrontiert zu werden.

Suzanne, Opfer einer Vergewaltigung, versucht sich durch Anpassung an die Normen der Zeit unauffällig zu machen. Um an der Wirklichkeit zu partizipieren, sammelt sie Klischees, mag, was „in“ ist, findet gut, was ihr von Freunden empfohlen wird und reagiert äußerst aufgebracht, wenn man versucht, sie zu hinterfragen. Sie ist eine moderne Eklektizistin im Sinne Beineix.

Bertrand, der Vergewaltiger Suzannes, hat es geschafft, seine Träume zum Lebensinhalt zu erheben, ist aber wesentlich aktiver als Stephan: Er lebt nicht nur im Kopf, sondern sucht seine Ausdrucksformen und seinen Lebensstil in der Realität. Aber wie Suzanne klammert er alles aus, was ihn hinterfragen und seinen Traum zerstören könnte.

Die einzige im klassisch-freudschen Sinn Kranke der Erzählung ist Elisabeth. Ihre Weltflucht geht so weit, dass sie sich ein omnipotentes Größenselbst erdichtet, ein Leben als „Sissi“, der österreichischen Kaiserin, was nur deshalb funktioniert, weil ihr Vater als Hausmeister im Achilleion, dem 1890/91 erbauten Schloss auf Korfu, arbeitet.

Als Schaubild würde die Aufteilung der Charaktere ungefähr so aussehen:

Selbstobjekt/real
(Gesellschaft)
Suzanne
Größenselbst/real
(Romantik-Sucht)
Bertrand
Größenselbst/irreal
(Schizophrenie)
Elizabeth
Selbstobjekt/irreal
(Kino)
Stephan

 

Nachjustierung

Relativ schnell wurde mir klar, dass die Drei-Akt-Struktur, mit der ich die Arbeit begonnen hatte, für die komplexe Geschichte, die ich erzählen wollte, nicht ausreicht. Ich probierte dann ein fünfteiliges Schema aus:

In Teil 1 werden Stephan, der Ich-Erzähler, und Suzanne vorgestellt. Zunächst von außen wird hier gezeigt, wie unauffällig (zumindest für Männer) sich Opfer von Vergewaltigungen in den Alltag re-integrieren können. Stephan bemerkt, dass Suzanne ein Geheimnis hat, tappt aber über die Hintergründe völlig im Dunkeln.

Teil 2 klärt gleichzeitig Stephan und die LeserInnen auf: Indem sie in die Situation auf Korfu hineingenommen werden, merken sie, dass Suzanne sich nicht leichtfertig einer Situation ausgesetzt hat, die notwendig zur Vergewaltigung führte. Dieser Teil ist aus der Sicht Suzannes, jedoch in der 3. Person, geschrieben. Die Sicht Bertrands wird bewusst noch außen vor gelassen.

Im 3. Teil erfährt Stephan an sich selbst, wie es zu einer Tat kommen kann, er erfährt seine eigene Ohnmacht gegenüber einer Frau, die er sexuell begehrt, Elizabeth, merkt, wie er ihre situative Hilflosigkeit ausnutzt und bekommt so zur Tat Bertrands ein neues Verhältnis, ohne es gutheißen zu können oder zu wollen.

Über die Sicht Bertrands zu dem Verbrechen an Suzanne wird der 4. Teil versuchen aufzuklären. In der Begegnung zwischen beiden Männern kommt es zum Austausch über dieses Thema, Stephan und die LeserInnen lernen Bertrands Sicht der Ereignisse kennen.

Im 5. Teil endlich geht es um die Verarbeitung der Geschehnisse bei Suzanne. Ihre Versuche, sich zu artikulieren, ihr Sich-Zurückziehen in einen sozialen Aktivismus, der von ihren eigenen Problemen ablenken soll, schließlich ihre zögernden Schritte zur Bewältigung werden in Tagebuchauszügen beschrieben.

Die hier beschriebene Struktur hat sich im Wesentlichen gehalten, auch wenn bei der Arbeit am Roman klar wurde, dass der fünfte Teil, so wie er ursprünglich geplant war, sich von der Dramaturgie her nicht ans Ende stellen ließe. So wurden Teile des ursprünglich fünften Kapitels in Kap. 1 und 3 übernommen.

Die zweite Änderung war das Umschwenken auf ein siebenteiliges Konzept. Sieben Kapitel mit jeweils sieben Abschnitten, davon vier in fast identischer Länge, die anderen drei genau halb so lang. Diese Entwicklung zeichnete sich erst allmählich ab, wurde dann aber von mir konsequent weiterverfolgt. Dahinter steckt keine Zahlensymbolik. Um in einem Roman mit einer klaren Mitte zu arbeiten, braucht es eine ungerade Zahl an Kapiteln. Als ich merkte, dass meine fünf Kapitel nicht in der Lage waren, den Stoff zu tragen, war die sieben die nächstmögliche Alternative. Damit das Tempo dabei nicht auf der Strecke blieb, entschied ich mich dafür, wenigstens die Länge der Kapitel zu variieren.

Aber das sind Äußerlichkeiten, die eher in späteren Bearbeitungsstufen eines Romans eine Rolle spielen.

Casting

Als nächste Aufgabe stellte ich mir, meine Protagonisten mit ihrem Standpunkt, ihren dramatischen Zielen und ihren Veränderungen näher zu skizzieren, mich in sie hineinzuversetzen und aus ihrer Perspektive heraus einen Lebenslauf zu verfassen:

Da es bei dieser Aufgabe für mich immer hilfreich ist, wenn ich mir meine Figuren möglichst stark visualisieren kann, habe ich beim „Ende der Leichtigkeit“ früh meine Traumbesetzung für die Charaktere festgelegt:

Woody Allen Stephan – Woody Allen

Sonderbare Wahl? Stephan ist ein Intellektueller mit einem hohen Grad an Stoffeligkeit. Wer könnte das besser verkörpern als Woody Allen in seinen früheren Jahren? Der Allen aus „Manhatten“ oder „Annie Hall“, der ja auch nicht bewust komisch war, sondern eher dadurch auffiehl, dass er keinen Fettnapf ausließ.

Natasha McElhone Suzanne – Natasha McElhone

Eine tolle Schauspielerin, die in ihren Rollen wunderbar die Mischung aus Ernsthaftigkeit und Verletzlichkeit transportiert, die meine Suzanne auszeichnen sollte. Ich hatte sie in „Mein Mann Picasso“ von James Ivory gesehen und ihre Karriere seither neugierig verfolgt. Letztlich spielt sie meist ähnliche Charaktere – eben genau die, die mir für Suzanne vorschwebten.

Myriem Roussel Elizabeth – Myriem Roussel

Zuerst hatte ich sie in der „Venusfalle“ von Robert van Ackeren gesehen. Sie hatte weitere Hauptrollen in der Djian-Verfilmung „Blau wie die Hölle“ von Yves Boisset und in Godards „Je vous salut Marie“. Eine der wenigen Schauspielerinnen, die knisternde Erotik genauso überzeugend verkörpern können wie kindliche Zerbrechlichkeit, ohne dabei in Klischees zu verfallen.

Richard Bohringe Larbaud – Richard Bohringer

Bohringer fasziniert mich, seit ich ihn das erste Mal in Jean-Jacques Beineix‘ „Diva“ in der Rolle des Gorodish sah. Tiefe Stimme, die nach Zigaretten und Alkohol klingt, mit einem sehr souveränen, lässigen Auftreten. Er wirkt, als könne ihn nichts aus der Ruhe bringen. Habe noch keinen Film mit ihm gesehen, in dem er mir nicht gefallen hätte. Genau die Besetzung, die ich für den französischen Künstler Larbaud brauchte.

Charaktere II: Die Eckpfeiler

Nachdem das Casting abgeschlossen ist, wird es Zeit, sich bei den Hauptfiguren um die Eckpfeiler ihres Charakters zu kümmern. Für einen Roman bedeutet dies, zunächst das dramatische Ziel der Personen festzulegen. Wohin wollen sie? Was ist ihr Lebenstraum? Und überhaupt: Mit welcher Haltung stehen sie dem Leben gegenüber? Welchen Standpunkt nimmt sie in Bezug auf das Thema des Romans ein? Je früher dies definiert ist, desto leichter lassen sich die Unterschiede zwischen den Protagonisten herausarbeiten – immer unter der Prämisse, dass der Leser zum Schluss das Gefühl bekommt, lebendigen Personen zu begegnen, die in sich rund sind. Leute von nebenan eben.

Die wenigsten Menschen sind wirklich statisch. Jedes Erlebnis verändert sie ein Stück weit. Und gerade bei Romanen scheint mir wichtig, die Leute nicht wie Dummies durch die Gegend laufen zu lassen, sondern den Leser an ihrer allmählichen Veränderung teilhaben zu lassen. Damit dabei nicht alles drunter und drüber läuft, muss mir als Autor aber auch klar sein, in welche Richtung diese Veränderung stattfindet.

Hier meine Überlegungen zu den Protagonisten des „Endes der Leichtigkeit“ – wohlgemerkt entstanden, bevor die ersten Romanzeilen zu Papier gebracht waren:

1. Suzanne: orientiert sich an ihrem eigenen Ideal vom „normal sein“. Da ihr die Realität zu gefährlich ist, zieht sie sich in ihre Arbeiten zurück. Um an der Wirklichkeit zu partizipieren, sammelt sie Klischees. Sie mag, was `in` ist, findet gut, was ihr von Freunden empfohlen wird und reagiert äußert aufgebracht, wenn man versucht, sie zu hinterfragen. Sie ist eine moderne Ekklektizistin im Sinne Beineix.

Dramatisches Ziel:Ihr Ziel ist, zu vergessen und ein normales Leben zu führen. Sie fühlt sich vom Interesse, dass ihr Stephan entgegenbringt, geschmeichelt und integriert ihn in ihren Alltag. Dass sie sich durch Stephan von ihrem Ziel zu vergessen weiter entfernt, weil sie auf die Ereignisse in Korfu zurückgeworfen wird, ist einer der zentralen Konflikte im ersten Teil des Romans.

Standpunkt: Da sie sich an Klischees orientiert, hat sie auch, was Beziehungen angeht, nur Klischees im Kopf und merkt recht bald, dass Stefan nicht der Mann ist, diese Bilder zu erfüllen. Andererseits fehlt ihr die Kraft zu einem Nein, so dass sie immer tiefer in die Beziehung hineinrutscht, solange Stefan der Initiator ist.

Sie ist manipulierbar, da sie sich von der Öffentlichkeit abhängig macht. Sie ist das „Wetterfähnchen“, das BAP besingt. Sie will ein normales Leben führen, ohne zu wissen, was in dieser verrückten Welt normal ist. Vielleicht ist eine Beziehung zu Stefan ihr Ziel. Aber dazu müsste sie einen Entschluss fassen und das kann sie nicht.

Veränderung: In der Begegnung mit Stephan öffnet sie sich langsam der eigenen Erinnerung. Sie beginnt, gegenüber Stephan einen eigenen Standpunkt zu etablieren und sich gegen seine Pläne zur Wehr zu setzen. Schließlich muss sie sich entscheiden zwischen einer Partnerschaft, die sie immer wieder auch mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert und der sichereren Alternative, als Single allein zu leben, als Stein, der alle herannahenden Emotionen an sich abprallen lässt.

Haltung: Suzanne wird bestimmt von einer Melancholie, die hart am Rande einer dauerhaften Depression steht. Meistens fehlt ihr der Mut, aktiv eine Sache anzupacken und wenn sie es doch einmal tut, wird sie von heftigen Zweifeln ob der Erfolgsaussichten angegangen. Sie geht bemüht gerade, um sich ihre gebeugte Lebenseinstellung nicht anmerken zu lassen.

2. Stephan: Stephan lebt in seiner Filmwelt und hat es geschafft, daraus einen Beruf zu machen. Er schreibt Filmkritiken und lebt zum Teil in Frankreich, um für die deutsche Fachpresse die französische Filmszene zu überwachen. Nebenbei schreibt er „Filmromane“ von den fr. Topfilmen, die dann in Deutschland schon vor Filmstart gedruckt werden können. Auf diese Art hat er ein vernünftiges Auskommen.

Dramatisches Ziel: Sein konkretes Ziel ist es, Bertrand zur Rede zu stellen und ihn mit seiner Tat zu konfrontieren. Er will nicht tatenlos sein, während das Böse in dieser Welt sein dreckiges Spiel treibt, denn in seiner Welt hat das Böse keinen Platz.

Standpunkt: Ein bisschen von Louis Armstrong „What a wonderful world“; die Welt wäre eigentlich verdammt nett, wenn wir daraus nicht eine Kloake machen würden. Wenn man etwas wirklich will, dann gibt es auch einen Weg dahin. Außerdem sind die allermeisten Dinge nur eine Frage der Perspektive. (Das ist übrigens auch der Grund, warum er soviel Zeit in Suzanne investiert, obwohl sie ihre Oberflächlichkeit nicht verbirgt)

Er ist ein Bohème, ein Zyniker, der nicht nach mehr trachtet, als er gerade hat.

Veränderung: Aus dem filmreifen „Hoppla, jetzt komm ich“, dem immer auch ein Schuss Melancholie wegen seiner Einsamkeit beigemischt ist, wird jemand, der die Tristesse des Lebens überdeutlich sieht. Während er am Anfang das Böse nur in wenigen anderen sieht, merkt er langsam, dass es überall, eben auch in ihm ist.

Haltung: Stephan ist [krankhaft] positiv, bis er über Suzannes Vergewaltigung stolpert. Er wird mit jeder Situation fertig, hat alles in der Hand. Er geht immer einen Schritt zu schnell und drückt damit aus, dass es in dieser Welt viel zu tun gibt, ohne sich Rechenschaft darüber abzulegen, was das denn konkret sein könnte.

3. Bertrand: Auch Bertrand hat es geschafft, seine Träume zum Lebensinhalt zu erheben. Aber im Gegensatz zu Stephan ist er wesentlich aktiver. Er lebt nicht nur mit dem Kopf, sondern sucht seine Ausdrucksformen und seinen Lebensstil in der Realität. Aber er klammert alles aus, was ihn hinterfragen und seinen Traum stören könnte.

Dramatisches Ziel: Sein Ziel ist es, seine heile Welt, die er sich in Korakiane aufgebaut hat, gegen alle Eindringlinge zu verteidigen. Als Suzanne anders reagiert, als er es sich in seinen Träumen ausmalte, nimmt er sich, was er will, ohne zu begreifen, was er ihr antut. Die Vergewaltigung wird sofort wieder aus seinem Selbstbild gestrichen. Auch Stephan wird zeitweise zur Bedrohung für ihn. Er hat nur die beiden Möglichkeiten, Stephan auf seine Seite zu ziehen, oder ihn schnell wieder los zu werden. Er versucht, ihn einzulullen.

Veränderungen: Bertrand kann sich nicht verändern, ohne dass seine mühsam aufgebaute Scheinwelt zusammenbricht. Er ist nach der Freudschen Definition gesund, d.h. voll arbeitsfähig, daher gibt es für ihn keinen Grund, etwas zu unternehmen. In der Konfrontation mit Stephan passiert aber genau das: Sein eigenes Selbstbild bekommt Risse, die er nun mühsam kitten muss.

Standpunkt: Er mag Leute, wenn sie ihm nicht dumm kommen. Außerdem nimmt er sie nicht ernst, warum sollte er. Er spielt mit ihnen und bastelt so sein überstarkes Selbstbild, indem er sich gedanklich über sie stellt. Er ist ein Kulturpessimist, der alle technischen Neuerungen nur mit Verachtung straft.

Haltung: Bertrand ist positiv, aktiv, kreativ, glücklich, stark, also mit allem Positiven behaftet, was man sich nur denken kann. Sein einziges Problem ist, dass er nur in seiner selbstgebauten Theaterwelt funktioniert. Sobald er mit einer unerwarteten Situation konfrontiert wird, bricht sein Bild zusammen, er ist im existenziellen Sinn ein „Knecht“, ein Objekt, völlig statisch.

Die Vorgeschichte

Ein letzter Trick vor dem eigentlichen Beginn des Romans: Der Autor sollte sich klar machen, in welcher Stimmung sich der Protagonist befindet, wenn die Handlung beginnt. Was ist also geschehen am Tag, in der Woche, bevor die Handlung einsetzt. Wie lebt der Protagonist sein Leben? Was ficht ihn an? Wie gestaltet er seinen Alltag?

Sich darüber rechtzeitig Gedanken zu machen, hat den Vorteil, dass ich als Autor nicht mit einem weißen Blatt beginne. Wie geht es dem Protagonisten? In welcher emotionalen Verfassung befindet er sich? Was ich damals, als ich mich an diese Aufgabe setzte, noch nicht begriff: Erst in dem Augenblick, wo bereits vor Beginn der Romanhandlung ein Konflikt das Leben des Helden durcheinander bringt, macht es wirklich Sinn, eine Vorgeschichte zu entwerfen. Denn dann befindet sich der Protagonist bereits „in Fahrt“, wirft im besten Fall bereits mit dem ersten Satz des Romans Fragen auf und steht eben nicht auf „Stand by“, was in der Regel fade wirkt und nicht zum Weiterlesen animiert. Der Leser will in die Spannung mit hineingenommen werden, nicht in den Kleinkram, der den Alltag ausmacht.

Im Fall des „Endes der Leichtigkeit“ sieht die Vorgeschichte etwa so aus (hier noch in der frühen ersten Erzählperson):

Die Vorgeschichte

Freitagnachmittag. Ich habe die letzten Seiten der letzten Fassung einer wilden Story um Sophie Marceau in die Maschine getippt. Jetzt ist erst einmal Ruhe, bis ich vom Verlag die Korrekturbögen wiederbekomme. Das heißt, wenn die Geschichte überhaupt genommen wird, wenn sich ein deutscher Filmverlag um die Verleihrechte bewirbt und der Film tatsächlich in die Kinos kommt. Was nutzt das beste Skript, wenn zu viele andere gute Filme den Markt überschwemmen und „meiner“ dabei hinten runter fällt.

Wieder war ein Filmbuch fertig und mir blieb nur, einen netten Begleitbrief an meinen Verleger zu tippen mit Bitte um freundliche Stellungnahme und die dazugehörigen Vertragspapiere. Als auch das erledigt war, stand ich etwas ratlos in meiner Wohnung. Ich ging zu meinem Plattenstapel und wühlte ein wenig darin herum, ohne mich doch recht für irgendeine Aufnahme entscheiden zu können. Dann ging ich zum Telefon und rief ein paar alte Freunde an, die mir trotz meines vollen Arbeitsplans noch die Stange hielten: Jan, mit dem ich mich für den Samstagabend verabredete, und Edmund, der am Sonntagnachmittag vorbeikommen wollte.
Dann mußte ich mich noch bei der Mitfahrzentrale um einen Beifahrer bemühen. Ich bekam eine Telefonnummer und hatte dann eine junge Französin am Apparat, mit der ich mich für Montagmorgen am Bahnhof Altona verabredete.

Ich beschloss, an die Elbe zu gehen, um meinem Drang nach Motorik nachzukommen und meine restlichen Energien zu verbraten. Oft hilft mir so ein ausgedehnter Vier-Stunden-Spaziergang, um von der Arbeit abzuschalten und für etwas Neues frei zu werden. Ich ging also runter nach Övelgönne und versenkte mich in das gleichmäßige Plätschern der Wellen an den Elbstrand. Es tat mir gut, mich von diesem gleichmäßigen Geräusch einlullen zu lassen. Der für hamburgische Verhältnisse normale kühle Wind wehte mir entgegen und stemmte sich gegen mich. Ich genoss ihn, ohne an etwas Bestimmtes zu denken.

Langsam schlenderte ich die Elbe abwärts bis zum Fähranleger Teufelsbrück, ging dann in den Jenisch-Park, einen alten Elbniederungenpark, der im vorigen Jahrhundert nach englischen Vorbildern angelegt war, hinauf zum Bahnhof Klein-Flottbek und fuhr von dort zurück nach Altona. Zuhause machte ich mir einen starken Pharisäer, was ich so ziemlich immer tue, wenn ich mich nach einem langen Spaziergang wieder aufwärmen will. Ich fühlte mich rundum wohl. Um vollends zu relaxen, legte ich noch die c-moll-Sinfonie von Brahms auf den Plattenteller und tauchte in die melancholischen Bilder des Adagio-Allegro.

Nun war ich reif, meinen Abend zu planen. Ich schaute in den Stadtkalender, fand aber nichts, was mich wirklich gereizt hätte. Also beschloss ich, einen Abend vor dem Video-Gerät zu verbringen. Nach einem kurzen Blick nach innen, der mir sagen sollte, auf welchen Film ich Lust hätte, entschied ich mich für einen alten Claude Miller, den zu sehen ich bis dato nicht gekommen war. Ich rief also nacheinander sämtliche Videotheken Hamburgs an, bis ich in Eppendorf eine fand, die den Film tatsächlich hatte und fuhr hinüber…
Samstag schlief ich aus, was bei mir etwa halb eins bedeutet. Ich ging schnell noch etwas einkaufen, um nicht das Wochenende ohne Lebensmittel dazustehen. Der Nachmittag ging dann für das Herstellen einer Lasagne drauf. Meine Lasagnen sind weltberühmt, da ich mich nicht damit begnüge, wirklich alles von den Nudeln bis zu den verschiedenen Soßen herzustellen, sondern die Zusammenstellung der einzelnen Ingredienzen so perfektioniert habe, dass damit einfach keine Restaurantversion mithalten kann. Aber das dauert eben seine Zeit, so dass ich erst fertig mit den Vorbereitungen war, als Jan vor der Tür stand.
Wir aßen uns dick und rund, was heißt, wir aßen die ganze Form leer, die normalerweise auch vier Leute gut ernähren würde. Für mich das einzig gültige Kompliment, was meine Kochkünste angeht. Es folgte ein langer Abend bei Rotwein und Backgammon, der in eine lange Nacht mündete. Gegen vier Uhr morgens, als die Weinvorräte gelehrt und unser Punktestand die Tausendergrenze erreicht hatte, beschlossen wir, für heute Schluss zu machen und ich versprach, mich zu melden, sobald ich wieder in Hamburg sei.

Der Sonntag verging ebenso geruhsam. Nach dem späten Aufstehen suchte ich mir aus dem Stadtkalender einen Flohmarkt in der Nähe und schlenderte zwei Stunden zwischen den Ständen herum, auf der Suche nach interessanter Lektüre oder anderen Dingen, die ich spontan für besitzenswert hielt. Ich erstand auf diese Art eine weitere Pfeife, eine Elfer Bruyere, die gut in der Hand lag.

Eddy war hektisch wie immer. Wir gingen gemeinsam zum Bahnhof, denn er ist Eisenbahnfetischist. Ich wollte auf diese Art mein Fachterminologierepertoire erweitern, denn die Eisenbahn ist ein beliebter Handlungsort für Filme. So lernte ich die einzelnen Arten von Hochspannungsleitungen zu benennen, den Kästen, denen ich bis dahin kaum Bedeutung zugemessen hatte, Namen zu geben.

Den Abend brauchte ich zum Packen, denn ich wollte am Montag in aller Frühe losfahren. So suchte ich mir den Kram zusammen, den man den Frühling über in Paris brauchen könnte, packte noch einen Stapel Papier dazu und ein neues Farbband und begab mich mit Capotes Frühstück bei Tiffany ins Bett.

Wie gesagt: Inzwischen habe ich begriffen, dass ein Konflikt notwendige Voraussetzung auch in der Vorgeschichte, nicht nur im Roman selber, ist. Mein Held Stephan begibt sich aufgrund seiner Vorgeschichte relativ entspannt und ausgeruht auf die Reise nach Paris. Zwar habe ich ihn in meinem Kopf – denn im Roman selbst hat die Vorgeschichte nichts zu suchen – bereits in seiner normalen Welt etabliert: mit seiner Arbeit, seinen Freunden und einigen seiner Vorlieben. Das half jedoch nicht, dem Beginn eine größere Dynamik zu verleihen, da ich nun gezwungen war, den ersten Konflikt zu Beginn des ersten Kapitels zu etablieren. Dadurch nahm ich mir die Chance, Suzanne zunächst positiv einzuführen: Da Stephan aus seiner Backstory keinen Konflikt mitbrachte, musste er sich notwendigerweise an Suzanne reiben. Was zur Folge hatte, dass ich von verschiedenen Lesern die Rückmeldung erhielt, sie seien mit ihr nie wirklich warm geworden. Die Sache mit dem ersten Eindruck …

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