Das Ende der Leichtigkeit

Nach wie vor mein wichtigstes Buch ist das „Ende der Leichtigkeit„. Vielleicht, weil jeder Autor sein Herzblut in seinen ersten Roman steckt. Auch, weil ich glaube, dass Sozialkritik eine der wichtigsten Funktionen der Literatur überhaupt ist. Ein Autor, der nicht die Klappe aufmacht, wenn es um die Ungerechtigkeit in der Welt geht, der nicht mehr tut, als „gut zu unterhalten“, kann sich genauso auf das Verfassen von Kreuzworträtseln beschränken.

Bei einer Lesung sagte mir einmal die Mitarbeiterin eines Frauenhauses: „Das einzige, was mich an diesem Buch ärgert, ist, dass erst ein Mann hat kommen müssen, um es zu schreiben.“  Ich fasse das nach wie vor als Kompliment auf, geht es in dem Roman doch um das Thema Sexuelle Gewalt:

Die französische Studentin Suzanne wird während eines Korfu-Urlaubs vergewaltigt. Als sie merkt, dass ihr Pariser Freundeskreis zunehmend verständnislos auf ihr Trauma reagiert, wagt sie in Hamburg einen Neuanfang. Hier lernt sie den Filmkritiker Stephan kennen. Eine komplizierte Beziehung bahnt sich an.

Wie erlebt Suzanne die Zeit nach der Vergewaltigung? Welchen Einfluss hat das Trauma auf ihre Beziehung? Und wie reagiert Stephan auf die Mauern, die sie aus Selbstschutz aufgebaut hat? Nur langsam erfährt der Protagonist des Romans, was sich drei Jahre zuvor auf Korfu abgespielt hat. Und er beschließt, auf die Insel zu fahren, um dort nach Antworten zu suchen, die ihm Suzanne nicht geben will oder kann.

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